Melatonin als Hormon der Zirbeldrüse
Melatonin ist ein Hormon, das von den Pinealozyten in der Zirbeldrüse (Epiphyse) – einem Teil des Zwischenhirns – aus Serotonin produziert wird und den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers steuert. Chemisch gesehen handelt es sich um ein Alkaloid mit Tryptamin-Struktur.
Metabolismus [Bearbeiten]
Bei Einfall von Tageslicht in das Auge wird die Synthese von Melatonin gehemmt, in der Nacht (bei Dunkelheit) wird Melatonin vermehrt ins Blut abgegeben und wirkt schlaffördernd. 90 % des Melatonins werden nach der Leberpassage durch Biotransformation mittels Cytochrom P450-Monooxygenasen zu 6-OH-Melatonin metabolisiert und in Form von sulfatierten (60–70 %) oder glucuronidierten (20–30 %) Derivaten über den Urin ausgeschieden.
Physiologische Zusammenhänge
Melatonin und Winterdepressionen Im Winter, wenn das Tageslicht nur wenige Stunden vorhält, bleibt der Melatonin spiegel auch tagsüber erhöht. Als Folge davon können Müdigkeit, Schlafstörungen und Winterdepressionen auftreten. Als Gegenmaßnahme wird empfohlen, die kurze Phase von Tageslicht für Spaziergänge zu nutzen. Alternativ kommt auch eine Lichttherapie in Frage.
Melatonin ist ein Metabolit des Tryptophanstoffwechsels. Es wird in der Zirbeldrüse, im Darm und in der Netzhaut des Auges gebildet und zentral pulsatil unter dem Einfluss von Dunkelheit freigesetzt. Melatonin konzentrationen steigen in der Nacht um den Faktor zehn an, das Maximum wird gegen drei Uhr morgens erreicht – mit einer jahreszeitlich wechselnden Rhythmik. Die Sekretion wird durch Tageslicht gebremst. Die Bedeutung des Melatonins bei Jet-Lag und Schichtarbeit ist allseits anerkannt, eine Anwendung von Melatonin ist in diesem Zusammenhang umstritten. Durch Koordinierung der circadian-rhythmischen Vorgänge im Körper entfaltet es seine Wirkung als Zeitgeber. Die Melatonin-induzierte Tiefschlafphase ist ein Stimulans für die Ausschüttung des WachstumsHormons Somatotropin. Entsprechende chronische Störungen führen zur vorzeitigen Somatopause. Weitere wichtige Melatonin effekte liegen in seiner Wirkung als Antioxidans, die jedoch nicht therapeutisch genutzt werden kann. Wichtig ist auch die antigonadotrope Wirkung (Verkleinerung der Geschlechtsdrüsen) sowie das Herunterregeln vieler biologischer und oxidativer Prozesse, darauf ist insbesondere bei der Einnahme von Melatonin zu achten. Besonders eine Verringerung (aber auch eine Erhöhung) des Melatonin spiegels im Blut bewirkt Schlafstörungen oder Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus.
Eine Melatoninsubstitution sollte nur nach klarer Indikationsstellung erfolgen.
Ein zu niedriger Melatonin spiegel kann mit Schlafstörungen einhergehen. Mit zunehmendem Alter produziert der Körper weniger Melatonin, die durchschnittliche Schlafdauer nimmt ab und Schlafprobleme treten gehäuft auf. Auch bei Schichtarbeit und bei Fernreisen (Jetlag) kann der Melatoninhaushalt durch die Zeitumstellung gestört werden.
Steuerung der Melatoninsynthese im Gehirn
Erholsamer Schlaf ist wichtig für ein funktionierendes Gedächtnis. Einer der Gründe dafür könnte der Einfluss von Melatonin auf den Hippocampus sein. Diese Region im Gehirn ist wichtig für das Lernen und Erinnern. Durch die Wirkung von Melatonin ist die neurophysiologische Grundlage von Lernen und Gedächtnis, die synaptische Plastizität, einem deutlichen Tag-Nacht-Rhythmus unterworfen.
Melatonin (N-acetyl-5 methoxytryptamine) ist ein Hormon, das hauptsächlich nachts von der Zirbeldrüse (=Epiphyse, Gehirn) aber auch in der Netzhaut (Retina), den Blutplättchen und im Verdauungstrakt produziert wird. Viele Organe besitzen Rezeptoren für Melatonin. Seine Bildung wird durch Dunkelheit stimuliert und durch Licht gehemmt Es wird aus der Aminosäure Tryptophan über Serotonin gebildet.
Melatonin findet man nicht nur im Mensc. sondern auch in fast allen Tieren und vielen Pflanzen.
Wirkung von Melatonin
Melatonin kann dazu beitragen unseren Cholesterinspiegel zu normalisieren und das Herz stark zu erhalten.
Melatonin könnte eine interessante Anwendung bei der Behandlung des Down Syndroms und bei Alzheimer spielen.
Melatonin wird auch oft bei rheumatischer Erkrankung eingesetzt, da es den Immunstatus normalisiert.
Melatonin erhöht das Gewicht der Thymusdrüse.
Melatonin steigert die Tätigkeit der Thymusdrüsenzellen; es werden mehr T-Zellen-Lymphozyten für die Abwehr produziert.
Melatonin hilft bei der Virenbekämpfung.
Den Schaden den Corticosteroide (chronischer Streß) anrichten können, kann durch die Gabe von Melatonin kompensiert werden. Eine Überproduktion von Corticosteroiden lässt die Thymusdrüse schrumpfen.
Die Einnahme von Zink kann auch positive Auswirkungen auf das Immunsystem haben und eine Verbesserung der Immunreaktion erbringen.
Melatonin stärkt die Fähigkeit des Körpers Krebszellen aufzuspüren und zu zerstören.
Melatonin hilft dem Körper sich gegen krebsfördernde Stoffe zu verteidigen.
Melatonin verhindert Zellschäden durch freie Radikale.
Psychiatriepatientinnen, die das Beruhigungsmittel Chlorpromacin erhalten, haben viel weniger Brustkrebs als der Bevölkerungsdurchschnitt – vielleicht liegt es daran, das Chlorpromacin den Melatoninspiegel anhebt.
Blinde Frauen, die typischerweise höhere Melatoninwerte aufweisen, erkranken viel seltener an Brustkrebs.
Melatonin kann an Ratten die Wachstumsrate von Prostatatumoren um 50% reduzieren.
Melatonin kann bis zum Zellkern (DNA) vordringen; manche Forscher glauben, dass Melatonin dadurch die DNA vor Schäden durch freie Radikale bewahren kann.
Melatonin kann in Kombination mit Chemotherapie die Nebenwirkungen deutlich verringern.
Melatonin kann in Kombination mit natürlichen Opiaten Endorphine ausschütten und auch mit Schmerz- und Beruhigungsmittel synergetisch eingesetzt werden.
Chemotherapeutika greifen das Knochenmark weitaus weniger an, wenn der Mixtur Melatonin beigemischt wird – wenn die Chemotherapie abends durchgeführt wird, ist sie statistisch wirksamer und weniger vergiftend, was daran liegen dürfte, dass sich der natürliche Melatoninspiegel auf einem Höchststand befindet.
Melatonin normalisiert den Cholesterinspiegel im Blut.
Melatonin senkt hohen Blutdruck.
Melatonin schützt den Körper gegen stressbedingte Krankheiten.
Melatonin hilft Herzinfarkt und Schlaganfall zu vermeiden.
Es gibt Hinweise, dass Melatonin nicht nur die Blutfette, sondern auch die Zuckerwerte normalisiert.
Melatonin zum Schlafen
Melatonin ist ein ausgezeichnetes natürliches Schlafmittel. Da es Ihre innere Uhr neu einstellt, behandelt es die Ursachen des Problems, die Störung des natürlichen Schlaf-Wach-Zyklus. Demzufolge sollte Melatonin jede Art von Schlafstörungen korrigieren, vor allem Schlaflosigkeit und häufiges und zu frühes Aufwachen.
Bei allen Schlafstörungen empfehlen wir, zwischen 1 bis 5 mg Melatonin zur Schlafenszeit einzunehmen, damit die normalen Schlafmuster sich wieder einpendeln. Manche Leute werden feststellen, dass eine kleine Dosis ihnen reicht, um gut schlafen zu können. Andere werden eine höhere Dosis brauchen. Um herauszufinden, welche Dosis für Sie die richtige ist, empfehlen wir, dass sie mit 3 mg nur Schlafenszeit beginnen
Jet Lag und Schlafstörungen
Die suprachiasmatischen Kerne (SCN) des Hypothalamus (=Zwischenhirn = Steuerzentrale des vegetativen Nervensystems und des Hormonsystems) besitzen Melatonin-Rezeptoren, wobei die der Tag/Nacht-Rhytmus gesteuert wird. (Weaver et al., 1993). Melatonin wird in der Leber abgebaut und als 6-Sulphatoxy-Melatonin im Urin ausgeschieden. In vielen Tieren, steuert es die Variationen im reproductiven and nonreproductiven seasonalen Stoffwechsel.
Melatonin und die andere Hormone
Melatonin ist bei der Regulation vieler anderer Hormone beteiligt., Serotonin, Testosteron, Östrogen, WachstumsHormon usw. Melatoninrezeptoren findet man in vielen Körperzellen wie und verschiedenen Gehirnbereichen wie dem SCN, Pars tuberalis, Hypothalamus, Kleinhirn, Hippocampus und der Großhirnrinde bei Säugetieren (Mazzucchelli et al. 1996;
Die Forschungen des Teams Pierpaoli und Regelson haben in zahlreichen Tierversuchen gezeigt, dass der Verfall der Zirbeldrüse und alle sich daraus ergebenden Folgen für den Organismus kein "unabwendbares Schicksal" darstellen, sondern im Gegenteil nicht nur aufgehalten, sondern sogar umgekehrt werden können. Führte man "alten" Mäusen, bei denen der Rückgang der Zirbeldrüse bereits sehr fortgeschritten war, von aussen Melatonin zu, konnte man bereits nach wenigen Monaten deutliche Veränderungen feststellen:
die Zirbeldrüsenfunktion wurde wiederhergestellt und die körpereigene Melatonin produktion stieg wieder an, das "Altersfell" wurde wieder glänzend und dicht, die Sexualfunktion stellte sich wieder ein, das Immunsystem normalisierte sich zusehends und beginnende Krebszellen wurden erfolgreich vernichtet, und die normale Nahrungsaufnahme und Verdauung wurden wiederhergestellt.
Melatonin spielt eine Schlüsselrolle bei der Steuerung zirkadianer Rhythmen (=Tag/Nacht-Rhythmus) und damit für das Einschlafen und Aufwachen. Dunkelheit stimuliert die Freisetzung ins Blut und Helligkeit stoppt seine Synthese. Normale Melatonin Zyklen werden abends durch starkes Licht und tagsüber duch zu wenig Licht unterbrochen. Jet lag, Schichtarbeit und schlechte Sicht unterbrechen diese Zyklen ebenfalls. Auch durch niederfrequente elektromagnetische Felder und im Alter ändert sich die Melatoninproduktion. Die dadurch verursachten Schlafstörungen werden durch Gabe von ca. 0.3 to 8 mg Melatonin behandelt, was diese normalerweise beseitigt.
Melatonin und der weibliche Zyklus
Melatonin wirkt beim Timing der Freisetung der der weiblichen Hormone mit, die den Menstruationszyklus steuern.
Melatonin und Menopause
Melatonin unterstützt die positiven Wirkungen des Schlafs bei Frauen in der Menopause. Auch Frauen nach der Menopause, die Melatonin benutzen, um den Schlaf zu regulieren sollten dies nur kurzzeitig, da Langzeiteffekte noch nicht bekannt sind.
Melatonin und spezielle Essstörungen
Der Melatonin spiegel kann bei Anorexia (Magersucht) eine Rolle spielen. Abnorm niedrige Melatonin werte bei Menschen mit Anorexia können Depressionen hervorrufen.
Melatonin und Krebs
In verschiedenen Studien wurde festgestellt, daß Menschen mit bestimmten Krebsarten wie Brustkrebs, Prostatakrebs, best. Lungenkrebs-, Nierenkrebs-, Leberkrebsarten eine niedrigen Melatonin spiegel haben.
Die Verabreichung von oralem Melatonin (10 to 50 mg täglich) verbessert die Wirksamkeit anderer Therapien.
Melatonin und Cholesterin
Einige Studien berichten über die Cholesterin- und LDL-senkende Wirkung von Melatonin.
Melatonin ist ein schlafförderndes Hormon, das die sogenannte "innere Uhr" des Menschen reguliert. Es ist am Alterungsprozess des Körpers beteiligt. Bisher gibt es aber keinen wissenschaftlichen Nachweis der belegt, dass Melatonin als Medikament den biologischen Alterungsprozess aufhalten kann
Melatonin und Zirbeldrüse.
Heute weiss man, dass die Zirbeldrüse für die Produktion einer ganzen Reihe von Substanzen verantwortlich ist - Melatonin ist nur eine davon.
Melatonin, chemisch eine einfache Aminosäure, wird aus den Zirbeldrüsenausscheidungen Tryptophan, einer Aminosäure, und Serotonin, einem "Botenstoff" oder Neurotransmitter, synthetisiert. Serotonin ist nicht nur einer der Ausgangsstoffe für die Melatoninproduktion, sondern darüber hinaus verantwortlich für eine Vielfalt von Körperaktivitäten, wie Schlaf, reibungslose Muskelkontraktion und die Blutplättchenfunktion. Eine Überproduktion von Serotonin (und ein Mangel an Melatonin) ist für gewisse Arten von Depressionen und Gemütsstörungen verantwortlich. Bestimmte psychiatrische Medikamente, sogenannte "Serotoninhemmer" senken den Serotoninspiegel und regen die Melatoninproduktion an.
Epithalamin, das erstmals von Wissenschaftern unter der Leitung von Vladimir Dilman am N.N. Petrov Forschungsinstitut für Onkologie (Lehre von den Geschwülsten und Tumoren) in St. Petersburg isoliert wurde. Seine Funktion scheint der des Melatonin sehr ähnlich zu sein. Man nimmt an, dass diese beiden Hormone synergetisch zusammenwirken, d.h., dass sie gegenseitig ihre Wirkung verstärken.
TRH (Thyrotropin-stimulierendes Hormon) kontrolliert die Energiezufuhr an die Körperzellen. Es unterstützt die Schilddrüsenfunktion und verbessert dadurch die Immunfunktion. Es wird auch zur Behandlung bei Depressionen angewendet.
Vasopressin hat mit der Steuerung des "Milcheinschusses" bei stillenden Müttern zu tun. Seine Ausschüttung wird, so scheint es, durch das Weinen des Säuglings ausgelöst.
Prolaktin regt die Milchproduktion der stillenden Mutter an. Als "bandeknüpfendes" Hormon trägt es dazu bei, den Säugling zu beruhigen und zu entspannen, sowie die Mutter zur Annahme und Verteidigung der Jungen anzuregen. Wird Prolaktin Menschen verabreicht, ruft es meist Gefühle von Frieden, Ruhe, Zufriedenheit und Zuneigung hervor. Während die Mutter Prolaktin ausschüttet, knüpft sie feste Bande zu ihrem Kind und erlebt die ersten Gefühle mütterlicher Liebe.
Das ZirbeldrüsenHormon Melatonin erfüllt eine Reihe für unseren Organismus lebenswichtiger Aufgaben. Seine natürliche Produktion wird jedoch zwischen dem vierzigsten und fünfzigsten Altersjahr merklich reduziert. Dies leitet den Alterungsprozess mit allen ihm verhafteten Verfallsvorgängen ein. Der genaue Beginn und Verlauf dieses Prozesses unterscheidet sich von Mensch zu Mensch und ist von unterschiedlichen Gegebenheiten, wie Vererbung und Anlagen, allgemeiner Konstitution, Lebensgewohnheiten, usw., abhängig.
Ist Melatonin sicher?
Melatonin kann dazu beitragen, diesen Prozess günstig zu beeinflussen. Die Wissenschafter Dr. Dr. Walter Pierpaoli und Dr. William Regelson, sowie zahlreiche ihrer Kolleginnen und Kollegen in aller Welt sind nach langen Jahren intensiver Forschungstätigkeit von der Richtigkeit ihrer diesbezüglichen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen überzeugt. Bei keinem einzigen ihrer Versuche konnten irgendwelche negativen Nebenwirkungen nach der Verabreichung von Melatonin festgestellt werden. Als einfache Aminosäure ist Melatonin nicht toxisch und selbst Dosen von 1000 Milligramm pro Tag wurden von Versuchspersonen problemlos toleriert.
In den obigen Ausführungen haben wir versucht, die wohl wichtigsten Erkenntnisse und Erfahrungen der beiden Wissenschafter, Dr. Dr. Walter Pierpaoli und Dr. William Regelson, kurz und verständlich zusammenzufassen. Wir haben uns dabei, wie eingangs erwähnt, möglichst genau an die Ausführungen der Autoren in ihrem Buch "Melatonin - Schlüssel zu ewiger Jugend, Gesundheit und Fitness" (Titel des amerikanischen Originals "The Melatonin Miracle", Simon & Schuster, New York 1995) gehalten, ohne jedoch den Anspruch erheben zu wollen, alle darin ausführlich und auch für den Laien leicht verständlich beschriebenen Aspekte zum Thema Zirbeldrüse und Melatonin erschöpfend behandelt zu haben. Dies wäre auch nicht unsere Aufgabe und wir möchten auf keinen Fall Ihrer eigenen Lektüre dieses Buches die Spannung nehmen.
Eines sei an dieser Stelle jedoch noch deutlich gesagt: es ist nie zu spät Auch wenn man die 45 schon vor längerer Zeit überschritten hat, kann man durch die regelmässige tägliche Einnahme von Melatonin, die Zirbeldrüsenfunktion wieder normalisieren und die natürliche, körpereigene Melatoninproduktion auf ein Niveau bringen, das einem wesentlich jüngeren Organismus entspricht. Die logische Erklärung für den Mechanismus dieser "Verjüngung" ergibt sich aus den geschilderten Alterungsvorgängen:
Bei sinkendem Melatonin spiegel entsteht ein zunehmender Energiemangel auf Zellebene;
dieser Energiemangel beeinträchtigt auch die Zirbeldrüse direkt und fördert deren Verkalkung;
die schrumpfende und verkalkende Zirbeldrüse reduziert ihre Melatonin produktion weiter
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Eine Melatonin substitution sollte nur nach klarer Indikationsstellung erfolgen.
Die suprachiasmatischen Kerne (SCN) des Hypothalamus (=Zwischenhirn = Steuerzentrale des vegetativen Nervensystems und des Hormonsystems) besitzen Melatonin-Rezeptoren, wobei die der Tag/Nacht-Rhytmus gesteuert wird. (Weaver et al., 1993). Melatonin wird in der Leber abgebaut und als 6-Sulphatoxy-Melatonin im Urin ausgeschieden. In vielen Tieren, steuert es die Variationen im reproductiven and nonreproductiven seasonalen Stoffwechsel.
Melatonin als Antioxidanz
Melatonin moduliert das Zusammenspiel von Hypothalamus und Hypophyse, wie Wirkung von Serotonin und die allgemeine Reaktion auf Stress.
Melatonin ist ein physiologisches Antioxidanz und reagiert direkt mit Hydroxil- und Peroxid-Radikalen. Es ist dabei wirkungsvoller als andere Antioxidantien wie Glutathion und Vitamin E.
Weiterhin wird die Produktion vieler wichtiger Enzyme wie Superoxid-Dismutase, Glutathion- Peroxidase, oder Glutathione Reductase (schützten alle vor Zellzerstörung durch Radikale) stimuliert. Außerdem hemmt Melatonin die NO- Synthetase ( NO reguliert z.B. Blutdruck, Gefäßerweiterung) und deaktiviert Calmudolin (zelluläres Kalzium-Transportprotein, das Enzyme aktiviert
Melatonin und der weibliche Zyklus
Melatonin wirkt beim Timing der Freisetung der der weiblichen Hormone mit, die den Menstruationszyklus steuern.
Melatonin unterstützt die positiven Wirkungen des Schlafs bei Frauen in der Menopause. Auch Frauen nach der Menopause, die Melatonin benutzen, um den Schlaf zu regulieren sollten dies nur kurzzeitig, da Langzeiteffekte noch nicht bekannt sind.
Melatonin und spezielle Essstörungen
Melatonin spiegel
Der Melatonin spiegel kann bei Anorexia (Magersucht) eine Rolle spielen. Abnorm niedrige Melatonin werte bei Menschen mit Anorexia können Depressionen hervorrufen.
Melatonin und Krebs
In verschiedenen Studien wurde festgestellt, daß Menschen mit bestimmten Krebsarten wie Brustkrebs, Prostatakrebs, best. Lungenkrebs-, Nierenkrebs-, Leberkrebsarten eine niedrigen Melatonin spiegel haben. Die Verabreichung von oralem Melatonin (10 to 50 mg täglich) verbessert die Wirksamkeit anderer Therapien.
Melatonin und Cholesterin
Einige Studien berichten über die Cholesterin- und LDL-senkende Wirkung von Melatonin.
Melatonin ist ein schlafförderndes Hormon, das die sogenannte "innere Uhr" des Menschen reguliert. Es ist am Alterungsprozess des Körpers beteiligt. Bisher gibt es aber keinen wissenschaftlichen Nachweis der belegt, dass Melatonin als Medikament den biologischen Alterungsprozess aufhalten kann.
Melatonin und Haarausfall
Die Ergebnisse einer Pilotstudie der Friedrich-Schiller-Universität in Jena belegen erstmals, dass die äußerliche Melatonin-Anwendung das Haarwachstum auch beim Menschen günstig beeinflussen kann. Worauf diese Hormonwirkung beruht, ist bislang unbekannt. Es wird angenommen, dass Melatonin den Beginn der anagenen Phase innerhalb des Haarwachstumszyklus stimuliert.
Im Vergleich zu wirkstofffreiem Plazebo führte die äußerliche Anwendung von Melatonin zu einem signifikanten Anstieg der nachweisbaren Anagenhaare im Hinterhauptsbereich von Frauen mit androgenetischem Haarausfall. Bei Frauen mit diffusem Haarausfallmuster erhöhte sich hingegen die Anzahl der Anagenhaare im Stirnbereich signifikant unter dem Einfluss von Melatonin.
Das ZirbeldrüsenHormon Melatonin erfüllt eine Reihe für unseren Organismus lebenswichtiger Aufgaben. Seine natürliche Produktion wird jedoch zwischen dem vierzigsten und fünfzigsten Altersjahr merklich reduziert. Dies leitet den Alterungsprozess mit allen ihm verhafteten Verfallsvorgängen ein. Der genaue Beginn und Verlauf dieses Prozesses unterscheidet sich von Mensch zu Mensch und ist von unterschiedlichen Gegebenheiten, wie Vererbung und Anlagen, allgemeiner Konstitution, Lebensgewohnheiten, usw., abhängig.
Melatonin ist ein Immun Modulator
Melatonin - ist ein Immun-Modulator, erhöht sich die Überlebenszeit der meisten Krebspatienten
Einige Krebspatienten nehmen jetzt auch Melatonin, ein immunmodulierend NeuroHormon, als Teil einer umfassenden, ungiftig Krebsbehandlung. Die kegelförmigen Zirbeldrüse, einem kleinen, aber entscheidenden Drüse im Gehirn, produziert Melatonin, ein Hormon, dass Einflüsse sexuelle Reifung, sondern erscheint auch eine wichtige Rolle spielen in der Krebstherapie.
Melatonin Ergänzung scheint wieder circadianen Rhythmen, die abnehmen oder verschwinden mit dem Alter zu. Wenn Melatonin's zirkadianen Rhythmus ist abgeschafft, der Alterungsprozess wird beschleunigt, Lebensdauer verkürzt, und eine Erhöhung der spontanen Tumoren auftritt (Maestroni 1999). Es hat sich gezeigt, dass bei der Verteidigung System kompromittiert ist aufgrund gestört Rhythmen, Tumoren wachsen zwei bis drei Mal schneller (Filipski et al. 2002).
Melatonin schützt und auch wieder normale Blut-Zell-Produktion durch die Toxizität von konventionellen Behandlungen; ein Profil gemeinsam mit der FDA-zugelassenen Medikamenten Neupogen, ein Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor (G-CSF) und Leukine, ein Granulozyten-Makrophagen-Kolonie - stimulierenden Faktor (GM-CSF). Eine Kombination von Melatonin und niedrige Dosis Interleukin-2 (IL-2) neutralisiert Therapie-induzierte Lymphozytopenie, ein Rückgang bei der Zahl von Lymphozyten im peripheren Zirkulation von Krebspatienten (Lissoni et al. 1993).
Die Forscher fanden die beste Möglichkeit zur Ergänzung der antitumoral Aktivität von niedrig dosiertem IL-2 ist nicht durch Mitverwaltung anderen Zytokin, sondern cosupplementing mit der immunmodulierend NeuroHormon Melatonin (Lissoni et al. 1994a). Dies ist zuversichtlich, Nachrichten für eine Teilmenge von Krebs-Patienten, denn Melatonin hat sich gezeigt, dass Ursache Tumor Regression in Neubildungen nonresponsive zu IL-2 (Maestroni 1999).
Die Abteilung für Radioonkologie des San Gerardo-Krankenhaus (Mailand) entwickelt, das folgende Protokoll für 80 Patienten mit fortgeschrittenen metastasierten Tumoren (Lissoni et al. 1994a). Die Patienten wurden randomisiert und erhielten 3 Mio IE IL-2, 6 Tage die Woche, für 4 Wochen oder IL-2 plus 40 mg pro Tag über Melatonin. Ein vollständiges Ansprechen erreicht wurde in 3 von 41 Patienten, die mit IL-2 plus Melatonin und in keiner der Patienten, die nur IL-2. Ein partielles Ansprechen ist in 8 von 41 Patienten, die mit IL-2 plus Melatonin und in 1 von 39 Patienten, die mit IL-2. Tumor Regression Rate war signifikant höher bei Patienten mit IL-2 und Melatonin im Vergleich zu Personen, die unter IL-2 (11/41 versus 1 / 39).
Die Überlebensrate bei 1 Jahr höher war bei Patienten mit IL-2 und Melatonin als in den IL-2-Gruppe (19/41 versus 6 / 39). Lymphocytic Populationen waren wesentlich höher, wenn Melatonin in Begleitung der Behandlung und Thrombozytopenie (ein Rückgang der Zahl der zirkulierenden Thrombozyten) weniger häufig aufgetreten.
Melatonin Für Patienten mit Krebserkrankungen :
Für Patienten mit Krebserkrankungen Bloodborne, ein IL-2/Melatonin Kombination ist auch vielversprechend. Zwölf Patienten (nonresponsive zur Standard-Therapien) bewertet die Wirksamkeit und Verträglichkeit einer Kombination von niedrig dosiertem IL-2 plus Melatonin in fortgeschrittenen malignen Erkrankungen des Blutes, einschließlich Non-Hodgkin-Lymphom, Morbus Hodgkin, akute myeloische Leukämie, multiplem Myelom, chronische und myelomonocytic Leukämie. IL-2 wurde 6 Tage pro Woche für 4 Wochen, zusammen mit oralen Melatonin (20 mg pro Tag). Krebs wurde stabilisiert und keine Fortschritte in 8 von 12 (67%) Teilnehmer für eine durchschnittliche Dauer von 21 Monaten. Ein weiterer Vorteil der Stückzinsen als Melatonin/IL-2 Therapie wurde gut vertragen wird (Lissoni et al. 2000).
Nonresectable Gehirn Metastasen nach wie vor ein untreatable Krankheit. Aufgrund der Melatonin-Zytostatikum Aktion (die Fähigkeit zu unterdrücken das Wachstum von Zellen) und seine antikonvulsiven Aktivität, die pineal-Hormon könnte sich als wirksam bei der Behandlung von Gehirn-Metastasen. In einer Studie zur Erprobung der Theorie, 50 Patienten mit Metastasen nicht mehr funktionsfähig Gehirn erhielten unterstützende Pflege oder unterstützende Pflege plus 20 mg Melatonin nächtlichen. Freiheit von Gehirn Tumor Progression und Überlebensraten nach 1 Jahr höher waren bei Patienten behandelt wurden, mit Melatonin im Vergleich zu denen, erhielt nur unterstützende Pflege (Lissoni et al. 1994b, 1996). Selbst wenn Melatonin nicht in der Lage war, um die Progression der fortgeschrittenen, metastasierten Erkrankung, es verbessert die Performance-Status der Patienten (siehe Tabelle 2).
Niedrige Melatonin Ebenen spielen eine wichtige Rolle bei der Eskalation von Brustkrebs. Da Melatonin Niveau sinken, die Sekretion von Östrogen steigert. Die Nachttemperaturen Produktion von Melatonin hemmt die körpereigene Sekretion von Östrogen und verringert die Proliferation von menschlichen Brustkrebs-Zellen. Umgekehrt, Lichteinwirkung in der Nacht sinkt Melatonin Produktion und erhöht die Lebensdauer kumulative Östrogen Ebenen, eine Sequenz, die möglicherweise das Risiko erhöhen, an Brustkrebs.
In der Tat, zwei aktuelle Studien zeigen, dass Frauen, Arbeit Nacht Verschiebungen können zu einem erhöhten ihr Risiko von Brustkrebs bis zu 60%. Blinde Frauen haben ein deutlich geringeres Risiko (36% weniger) von Brustkrebs als normal Sehende Frauen wegen konsequent höheren Melatonin (Kliukiene et al. 2001). Frauen sind, als nur Sehbehinderte, realisieren keine schützende Effekte in Bezug auf Brustkrebs.
Melatonin Forschung
Die Universität Arizona hat festgestellt, dass Melatonin das Wachstum von östrogensensiven menschlichen Brustzellentumoren bis zu 78% verringert.
Melatonin kann dazu beitragen, diesen Prozess günstig zu beeinflussen. Die Wissenschafter Dr. Dr. Walter Pierpaoli und Dr. William Regelson, sowie zahlreiche ihrer Kolleginnen und Kollegen in aller Welt sind nach langen Jahren intensiver Forschungstätigkeit von der Richtigkeit ihrer diesbezüglichen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen überzeugt. Bei keinem einzigen ihrer Versuche konnten irgendwelche negativen Nebenwirkungen nach der Verabreichung von Melatonin festgestellt werden. Als einfache Aminosäure ist Melatonin nicht toxisch und selbst Dosen von 1000 Milligramm pro Tag wurden von Versuchspersonen problemlos toleriert.
In den obigen Ausführungen haben wir versucht, die wohl wichtigsten Erkenntnisse und Erfahrungen der beiden Wissenschafter, Dr. Dr. Walter Pierpaoli und Dr. William Regelson, kurz und verständlich zusammenzufassen. Wir haben uns dabei, wie eingangs erwähnt, möglichst genau an die Ausführungen der Autoren in ihrem Buch "Melatonin - Schlüssel zu ewiger Jugend, Gesundheit und Fitness" (Titel des amerikanischen Originals "The Melatonin Miracle", Simon & Schuster, New York 1995) gehalten, ohne jedoch den Anspruch erheben zu wollen, alle darin ausführlich und auch für den Laien leicht verständlich beschriebenen Aspekte zum Thema Zirbeldrüse und Melatonin erschöpfend behandelt zu haben. Dies wäre auch nicht unsere Aufgabe und wir möchten auf keinen Fall Ihrer eigenen Lektüre dieses Buches die Spannung nehmen.
Eines sei an dieser Stelle jedoch noch deutlich gesagt es ist nie zu spät ! Auch wenn man die 45 schon vor längerer Zeit überschritten hat, kann man durch die regelmässige tägliche Einnahme von Melatonin, die Zirbeldrüsenfunktion wieder normalisieren und die natürliche, körpereigene Melatonin produktion auf ein Niveau bringen, das einem wesentlich jüngeren Organismus entspricht. Die logische Erklärung für den Mechanismus dieser "Verjüngung" ergibt sich aus den geschilderten Alterungsvorgängen:
Bei sinkendem Melatonin spiegel entsteht ein zunehmender Energiemangel auf Zellebene;
dieser Energiemangel beeinträchtigt auch die Zirbeldrüse direkt und fördert deren Verkalkung;
die schrumpfende und verkalkende Zirbeldrüse reduziert ihre Melatoninproduktion weiter . . .
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Wird dem Körper nun von aussen jene Melatonin menge zugeführt, die er dazu benötigen würde die Energieversorgung auf Zellebene wieder zu gewährleisten, so wird er dies auch tun. Das Melatonin wird im Verdauungstrakt leicht resorbiert (im Verdauungstrakt wird auch im jugendlichen Körper eine erhöhte Melatonin konzentration festgestellt) und gelangt über die Blutbahn in die Körperzellen, sowie in die endokrinen Drüsen und auch in die Zirbeldrüse selbst. Dort erfüllt es wieder seine ursprüngliche Aufgabe, nämlich die Sicherstellung der Energieversorgung. Die Produktion des schädlichen Pyrophosphats wird unterbunden und durch das hochenergetische ATP ersetzt. Die so gewonnene Energie erlaubt den Mitochondrien wieder sich zu erneuern und ihre ursprüngliche Funktion wieder aufzunehmen. Auch die Zirbeldrüse selbst erhält wieder genügend Energie um ihre normale Arbeit ausführen zu können und ihre eigene Melatonin produktion zu erhöhen
Selbstverständlich benötigt dieser Vorgang etwas Zeit. Doch schon nach wenigen Monaten der Melatonin einnahme werden Sie an sich selbst wesentliche und erstaunliche Veränderungen feststellen können.
Das Melatonin wird im Verdauungstrakt leicht resorbiert (im Verdauungstrakt wird auch im jugendlichen Körper eine erhöhte Melatonin konzentration festgestellt) und gelangt über die Blutbahn in die Körperzellen, sowie in die endokrinen Drüsen und auch in die Zirbeldrüse selbst. Dort erfüllt es wieder seine ursprüngliche Aufgabe, nämlich die Sicherstellung der Energieversorgung.
Die Produktion des schädlichen Pyrophosphats wird unterbunden und durch das hochenergetische ATP ersetzt. Die so gewonnene Energie erlaubt den Mitochondrien wieder sich zu erneuern und ihre ursprüngliche Funktion wieder aufzunehmen. Auch die Zirbeldrüse selbst erhält wieder genügend Energie um ihre normale Arbeit ausführen zu können und ihre eigene Melatonin produktion zu erhöhen.!
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Literatur:
l. Domingo M, Role of Melatonin in health and disease. Clin Endocrinol 1995;42:221-234.
2. O´Brien IAD, Lewin IG, O´Hare JP, et al. Abnormal circadian rhythm of Melatonin in diabetic autonomic neuropathy. Clin Endocrinol 1986;24:359-364.
3. Tetsuo M, Polinsky RJ, Markey S, Kopin IJ. Urinary 6-hydroxyMelatonin excretion in patients with orthostatic hypotension. Clin Endocrinol Metab 1981;53:607-610.
4. Li Y, Jiang DH, Wang ML, et al. Rhythms of serum Melatonin in patients with spinal lesions at the cervical thoracic or lumbar region. Clin Endocrinol 1989;30:47-56.
5. Kneisley LW, Moskowitz MA, Lynch HJ. Cervical spinal cords lesions disrupt the rhythm in human Melatonin excretion. J Neural Transmission 1978:13 (Suppl):311-323.
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7. Folkard S, Arendt J, Aldhous M, Kennett H. Melatonin stabilizes sleep onset time in a blind man without entrainment of cortisol or temperature rhythms. Neurosci Lett 1990;113:193-198.

















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